Das Politikteil

Das Politikteil

Der Politikpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE

Deutschland im Corona-Herbst: Zwischen Teppichneurose und Freiheitsdrang

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Jetzt ist sie da, die zweite Welle. Nachdem sich die Lage zu beruhigen schien, ist nun auf einmal von drohendem Kontrollverlust die Rede, von möglichen Lockdowns. Die symbolische Marke von 10.000 Neuinfektionen ist schneller als erwartet gerissen worden. Der Gesundheitsminister ist krank, die Kanzlerin verheißt "Unheil". Die Politik hat Angst vor der Wut der Bürgerinnen und Bürger, das Parlament probt den Aufstand und verlangt mehr Mitsprache.
Was passiert da gerade? Und geht das alles mit politisch und rechtlich rechten Dingen zu? Oder erleben wir gerade den größten Verlust von Freiheit(en) seit Jahrzehnten?
In der neuen Folge von „Das Politikteil“ sprechen wir über all das mit dem Verfassungsjuristen und klugen politischen Kopf Christoph Möllers, der gerade ein Buch über Freiheit geschrieben hat ("Freiheitsgrade") – Freiheit nicht nur, aber auch in Zeiten von Corona. Möllers lobt das bundesrepublikanische Prinzip des Rummurkelns, kritisiert aber das aktuelle Rummerkeln: Die Kanzlerin könnte weit mehr entscheiden, als sie tut, sagt der Jurist und fordert auch im Hinblick auf folgende Pandemien, dass die veralteten Gesetze entrümpelt werden.
Im Podcast „Das Politikteil“ sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Scheitern die Grünen an ihren Widersprüchen?

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In Hessen gibt es Zoff um den Bau einer Autobahn, in Baden-Württemberg machen "Klima-Listen" dem erfolgreichsten Grünen Winfried Kretschmann das Leben schwer und womöglich sogar die Macht streitig. Die Bundes-Grünen grübeln, ob sie eine Kanzlerkandidatin aufstellen sollen – oder müssen. Nachdem es lange scheinbar nur bergauf ging, kämpft die Ökopartei ausgerechnet kurz vor dem entscheidenden Wahljahr 2021 mit inneren Widersprüchen und äußeren Erwartungen.

Mit unserem Kollegen Robert Pausch, einem ausgewiesenen Fachmann für Parteien im Allgemeinen und die Grünen im Besonderen, sprechen wir über den Grundkonflikt, der dahinter steht: Wie radikal muss Politik sein, um etwas zu bewegen? Und wie radikal kann sie sein, wenn sie Volkspartei sein will? Pausch erklärt, wer die neuen Rebellen sind, was sie wollen und warum die Grünen gerade ihrer eigenen Geschichte in die Augen schauen.

Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast - und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Von Frauenrechten und demokratischem Durchwursteln

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Ist es Zufall, dass Autokraten auch immer etwas gegen Frauenrechte haben? Kann es illiberale Demokratien geben? Es ist in Mode, der Demokratie eine düstere Zukunft zu prophezeien. In den USA, heißt es, werde Anfang November nicht nur über den künftigen Präsidenten abgestimmt, sondern über die Demokratie selbst. Stimmt das Niedergangsgerede? Steht alles auf dem Spiel?

Nein, sagt die Historikerin Hedwig Richter, Autorin des Bestsellers Demokratie. Eine deutsche Affäre. Sie meint: "Demokratie ist eine brenzlige Angelegenheit, wankend; nichts ist garantiert, ihr Modus ist die Krise."

Hedwig Richter erzählt, wie die Demokratie erstritten wurde, immer gegen Widerstände, immer mit Rückschlägen, und dass permanent darum gekämpft werden muss. Wir sprechen mit ihr über die Durchsetzung des Frauenwahlrechts, wir diskutieren über die Frauenquote und den Streit um die Paritätsgesetze. Hedwig Richter erklärt, warum Demokratie oft ein Elitenprojekt war. Warum Wahlen immer riskant sind. Und warum nicht mal Diktatoren auf den Schein von Wahlen verzichten können.

Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Bücher, über die in der Folge gesprochen wird:
Christoph Möllers: Freiheitsgrade - Elemente einer liberalen politischen Mechanik (Edition Euhrkamp)
Hedwig Richter: Demokratie – Eine deutsche Affäre (C.H. Beck)

30 Jahre unvereint – na und?

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Zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung zieht der Berliner Soziologe Steffen Mau ein auf den ersten Blick deprimierendes Fazit: Das Nachwendedeutschland leide an gesellschaftlichen Frakturen, die sich schwerlich heilen ließen, meint er. Der 1968 geborene Steffen Mau wuchs in der Rostocker Plattenbausiedlung Lütten Klein auf, kehrte 30 Jahre später dorthin zurück und versucht in einem bemerkenswerten Buch ("Lütten Klein: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft", Suhrkamp 2019) Antworten darauf zu finden, warum die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West hinter den Erwartungen zurückblieb, die Unzufriedenheit und politische Entfremdung bei vielen Ostdeutschen auch 30 Jahre nach dem Mauerfall so groß ist.

In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir mit Mau, einem der besten Erklärer der deutschen Gegenwart, über das Erbe der DDR: Wo unterscheiden sich West und Ost auch 30 Jahre nach der Einheit – und warum ist das so? Und ist es wirklich so schlimm? Wäre es an der Zeit, "aus der Schmollecke herauszutreten" und sich mit den Unterschieden abzufinden? Liegen darin vielleicht auch Chancen?

In "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, über die Geschichten hinter den Nachrichten und darüber, was noch kommen könnte. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Wer wird Nachfolgerin von Ruth Bader Ginsburg?

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Der Tod der liberalen Bundesrichterin Ruth Bader Ginsburg hat Trauer und Entsetzen in den USA ausgelöst. Präsident Trump will ihren Posten noch vor der Präsidentschaftswahl neu besetzen. Kann er damit seine eigene Macht zementieren oder führt der Kulturkampf um die Nachfolge von "Notorious RBG" im Gegenteil dazu, dass seine Gegner mobilisiert werden und Trump kippt?

"Ihr Tod verändert alles", sagt Constanze Stelzenmüller vom liberalen Thinktank Brookings.

Mit unserer ehemaligen ZEIT-Kollegin sprechen wir darüber, welche Bedeutung Bader Ginsburg für die Gleichberechtigung in den USA hat und warum der Supreme Court so wichtig ist, wer ihr folgen könnte und warum diese Personalie das Rechtsgefüge und das Leben in den USA heftig verändern könnte.

In "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, über die Geschichten hinter den Nachrichten und darüber, was noch kommen könnte. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Stadt ohne Autos – Wunschtraum oder Zumutung?

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Brüssel, Paris und Mailand und Amsterdam sowieso: Immer mehr Städte vertreiben die Autos aus ihren Innenstädten – beflügelt auch durch Corona, das vielerorts zeigte, wie entspannt ein Leben mit weniger Straßenverkehr sein kann. Ist die autofreie Stadt nur eine romantische Idee von Weltverbesserern oder wäre ein Leben ohne Staus und Verkehrsunfälle, ohne Lärm und Schmutz auch für Großstädter möglich, wenn es die Politik wirklich wollte?
In der neuen Folge von „Das Politikteil“ diskutieren wir, wie eine autofreie Großstadt aussehen könnte, welche Städte in Europa mit gutem Beispiel vorangehen und warum die Widerstände ausgerechnet in Deutschland viel größer sind als in vielen Nachbarländern. Zu Gast ist Petra Pinzler, Politikredakteurin der ZEIT und Expertin für Stadtentwicklung und Umweltpolitik. Um wirklich etwas zu verändern, meint Pinzler, müsse das Autofahren deutlich unbequemer werden. Was aber sind die Anreize, mit denen man Autofahrer zum Umstieg aufs Rad oder auf den ÖPNV motivieren kann? Und wie verträgt sich das eigentlich mit dem Freiheitsgedanken? Darf die Politik die, die gerne Auto fahren wollen oder vielleicht auch darauf angewiesen sind, derart bevormunden?
In „Das Politikteil“ sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, über die Geschichten hinter den Nachrichten und darüber, was noch kommen könnte. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Gift oder Gas? Ist die deutsche Russland-Politik gescheitert?

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Seit dem Anschlag auf den russischen Regimegegner Alexej Nawalny ist die mehr als tausend Kilometer lange Gas-Leitung zum Symbol für eine vermeintlich gescheiterte Russland-Politik geworden. Kommt jetzt der Baustopp? Ändert Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder einmal ihre Strategie?
Für Michael Thumann, ZEIT-Redakteur in Berlin und langjährigen Moskau-Korrespondenten, steht fest: Die Entscheidung für Nord Stream 2 war "der schwerste außenpolitische Fehler der Bundesregierung seit Anfang der 1990er Jahre". In "Das Politikteil" diskutieren wir mit Thumann, wie es in den deutschen Beziehungen mit Moskau generell weitergehen kann: Ist Russland nach dem versuchten Nawalny-Mord, nach der Annexion der Krim und dem Krieg in Syrien überhaupt noch ein Partner für Deutschland, für den Westen insgesamt? Oder ist das Putin-Regime längst ein strategischer Gegner geworden, ein Feind womöglich?
Im Podcast "Das Politikteil“ sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Verschwörungstheoretiker: Was tun, wenn der Nachbar fantasiert?

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Im Kampf gegen die Corona-Maßnahmen sind sie vereint: Die Weltverschwörungstheoretiker, die die Gefahr des Virus bestreiten. Die Aufregung um Corona sei übertrieben, argumentieren Impfgegner wie Naturheiler, Putin-Verehrer wie anthroposophische Hippies unisono – und sind sogar bereit, gemeinsam mit Nazis und Reichsbürgern gegen die Corona-Politik der Regierung auf die Straße zu ziehen.

Im Podcast fragen wir: Was genau sind Verschwörungstheorien? Warum sind sie gerade jetzt so en vogue? Wie kann man deren Anhänger erreichen? Wie viele sind es? Und wie gefährlich sind sie für Deutschland, unsere Demokratie?

Zu Gast ist einer, der sich bestens in der Gedankenwelt von Verschwörungstheoretikern auskennt. Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen und ein renommierter Experte für die Entstehung und Verbreitung von Verschwörungstheorien. Als stellvertretender Vorsitzender eines europaweiten Forschungsprojekts beschäftigt er sich derzeit zudem damit, wie den Theorien europaweit am besten begegnet werden kann. 2018 erschien Butters Buch "Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien".

"12 more years" – ein amerikanischer Alptraum

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In etwa zehn Wochen treffen Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner eine Entscheidung, die weit über die USA hinaus Bedeutung hat: Wer regiert die Weltmacht in den nächsten vier Jahren? In fast allen Umfragen liegt Herausforderer Joe Biden deutlich vorn, in den Städten wütet weiterhin das Coronavirus und immer öfter auch das aufgebrachte Volk. Donald Trump scheint kaum noch eine Chance zu haben.

Aber – hatten wir das nicht schon mal?

Ist die Sache wirklich entschieden? Oder täuschen die Umfragen, wie vor vier Jahren schon? Welche Wähler stehen weiter zu Trump, trotz all seiner Skandale? Und kann es sogar sein, dass Trump selbst im Fall einer Niederlage einfach im Amt bleibt?

Mit ZEIT-Autor Klaus Brinkbäumer, der in New York lebt und schon vier US-Wahlkämpfe erlebt hat, sprechen wir darüber, wie der angeschlagene Egomane im Weißen Haus mit einer Mischung aus Angst und Hoffnung kämpft, wen er überzeugen kann und warum es nicht ausgeschlossen ist, dass am Ende von Trumps Präsidentschaft ein Putsch gegen die Wirklichkeit steht.

Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Proteste in Belarus: Kann sich Europas "letzter Diktator" noch retten?

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26 Jahre lang war Alexander Lukaschenko in Belarus an der Macht - nun ist ihm sein Volk zum Feind geworden. Seit sich der "letzte Diktator Europas" am 9. August den Wahlsieg erschlich und mit krasser Gewalt auf die anschließenden Proteste reagierte, ziehen Tag für Tag Massen auf die Straßen, um gegen die Führung und für freie Wahlen zu demonstrieren.
Im Podcast sprechen wir mit Alice Bota, Moskau-Korrespondentin der ZEIT, über den Aufstand in Belarus und seine politischen Folgen, innenpolitisch und darüber hinaus: Wie ist die Stimmung im Land wirklich? Welche Folgen hat der Konflikt für den Westen und wie sollten die EU und auch Deutschland reagieren? Wie lange wird der russische Präsident Wladimir Putin noch tatenlos zusehen? Und werden wir dereinst von einer Revolution der Frauen sprechen, die einen politischen Umsturz in Belarus auslöste?
In Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, wir erklären die Hintergründe und diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast - und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

Über diesen Podcast

Warum kostet ein Kalb in Deutschland nur ein paar Euro? Wird Donald Trump für eine zweite Amtszeit als US-Präsident gewählt? Und sind die Volksparteien noch zu retten?

Am Ende der Woche sprechen wir über Politik – was sie antreibt, was sie anrichtet, was sie erreichen kann. Jeden Freitag zwei Moderatoren, ein Gast und ein Geräusch.

Im Wechsel hören Sie hier Ileana Grabitz, Politikchefin von ZEIT ONLINE und Marc Brost, Politikchef der ZEIT sowie Tina Hildebrandt, Chefkorrespondentin der ZEIT, und Heinrich Wefing, Politikchef der ZEIT.

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